Konzert in St. Michael

Bach: Goldberg-Variationen

KMD Albrecht Schmid, Ulm (Cembalo)

Christi Himmelfahrt, 10. Mai 2018
St. Michael Wolfratshausen

Albrecht Schmid, Kirchenmusikdirektor aus Ulm, spielt auf seinem zweimanualigen Cembalo, einer Kopie des Instruments von Blanchet aus dem Jahr 1742.

Es sind nicht wenige Superlative, die für die 1741 entstandenen »Goldberg-Variationen« gelten: Zunächst handelt es sich um Johann Sebastian Bachs einziges Variationswerk - bis dahin war ihm solche Arbeit der gleichbleibenden Harmonie wegen zu reizlos erschienen. Auf Betreiben des Grafen Keyserlinck jedoch hatte er für dessen Hauscembalisten Joh. Gottlieb Goldberg 30 Variationen geschrieben, mit denen der Graf in seinen schlaflosen Nächten aufgeheitert werden wollte. Das fertige Werk nannte Bach tiefstapelnd ”Clavier-Übung“. Sein Honorar war mit hundert Louisd’or das höchste, das er je erhalten hatte.
Die heute so genannten Goldberg-Variationen sind nicht nur das längste, sondern auch das komplizierteste Variationswerk des Barock - zudem das einzige, das zu Bachs Lebzeiten im Druck erschien. Der Erfolg war beachtlich, denn bereits 1745 war die Edition vergriffen.